Fallende Dominosteine aufhalten - Metapher für Änderungen durch Neuro-Linguistisches Programmieren
NLP

Die Anfänge des NLP

Drei Pioniere – viele Forschungsperspektiven – ein Ziel

Was macht den Erfolg von Personen aus, die auf ihrem Gebiet herausragende Leistungen erzielen? Diese kurze aber bedeutende Frage stand am Anfang der Entwicklung von NLP.

Um diese Frage zu beantworten, taten sich Richard Bandler, John Grinder und Frank Pucelik zu Beginn der 1970er Jahre in den USA zusammen. Grinder war Linguistik-Professor an der University of California und widmete sich zusammen mit den Studenten Bandler (Psychologie, Informationswissenschaften und Mathematik) und Pucelik (Psychologie und Politikwissenschaften) einem völlig neuen, interdisziplinären Forschungsansatz.

 

Wissenschaftliche Einflüsse auf die NLP-Forschung

Ihre Expertise in unterschiedlichen Fachgebieten nutzten Grinder, Bandler und Pucelik dazu, an die Forschung aus vielfältigen Perspektiven heraus heranzugehen, und legten damit den Grundstein für das NLP-Konzept, wie es heute weltweit Anwendung findet. Dabei ist die Psychologie nur ein Aspekt eines ganzheitlichen Ansatzes, der zusätzlich Elemente aus den Forschungsdisziplinen Linguistik, Neurowissenschaften, Mathematik und Informatik vereint.

Diese bis dahin einzigartige interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglichte es, mathematische Gesetze und Systemtheorien mit sprachwissenschaftlichen Erkenntnissen auf höchst produktive Weise zu vereinen. Die theoretische Grundlage für die frühe NLP-Forschung lieferten unter anderem der Linguist Noam Chomsky, der Ingenieur Alfred Korzybski und der Anthropologe Gregory Bateson mit seiner Kommunikationstheorie.

 

Vorgehensweise: Modellierung als Grundkonzept des NLP

Als Vorgehensweise wählten die Pioniere des NLP das Modelling. Diese Methode bestand darin, die Denk- und Handlungsweisen ausgewählter „Modelle“, in diesem Fall besonders erfolgreicher Personen, genauestens zu analysieren. Dazu gehörte die Untersuchung des sprachlichen Ausdrucks ebenso wie die Analyse der nonverbalen Kommunikation und bestimmter Denkmuster, die den Kommunikationsprozessen zugrunde liegen.

Bandler, Grinder und Pucelik wählten drei Personen aus, die auf dem Gebiet der Psychotherapie überdurchschnittlich gut waren, um sie zu modellieren. Diese Modelle waren erstens der Entwickler der Gestalttherapie Fritz Perls, zweitens die Begründerin der Familientherapie Virginia Satir und drittens der Psychiater Milton H. Erickson, ein wichtiger Vertreter der modernen Hypnotherapie. Die ungewöhnliche Leistung dieser Vorbilder bestand darin, dass sie nicht nur im Umgang mit anderen eine außergewöhnlich gute Kommunikationsfähigkeit bewiesen und das Verhalten des Gegenübers diversifizierend beurteilen konnten, sondern auch mit sich selbst einen reflektierten Umgang pflegten.

Die so ermittelten Strukturen und Prozesse bildeten ein spezifisches Muster, das in einer standardisierten Form als Motivations- und Kommunikationsmodell vermittelt und angewendet werden konnte. Die Anwendbarkeit der Ergebnisse beschränkte sich dabei nicht auf den therapeutischen Bereich. Vielmehr konnten die Denk- und Handlungsmuster, die den ausgewählten Vorbildern hervorragende Leistungen ermöglichten, auf andere soziale Kontexte übertragen werden. Aus den Ergebnissen ihrer Forschung leiteten Bandler und Grinder das vielzitierte Meta-Modell der Sprache ab.

 

Weiterentwicklung einer Erfolgsgeschichte

Die umfangreiche Forschung von Bandler, Grinder und Pucelik wurde in vielfältiger Weise fortgesetzt. In den USA entstanden wichtige Grundlagenwerke des NLP, unter anderem von Judith DeLozier (‚NLP II – The Next Generation‘), Leslie Cameron-Bandler (‚The Emotional Hostage‘) und David Gordon (‚The EMPRINT Method: A Guide to Reproducing Competence‘). Vor allem Robert Dilts, der bereits als Mitglied der Forschungsgruppe um Grinder und Bandler an der Erarbeitung des NLP mitgearbeitet hatte, war entscheidend für die Weiterentwicklung und Verbreitung des Konzeptes verantwortlich.

Bis heute finden die Konzepte und Anwendungsmöglichkeiten des NLP immer neue überzeugte Anhänger. Als Therapiemethode ist NLP längst keine Randerscheinung mehr und aus modernem Coaching nicht wegzudenken. Jahr für Jahr erweitern neue Forschungsbeiträge das Anwendungsgebiet von NLP und sorgen dafür, dass die neuro-linguistischen Methoden immer weiter verfeinert werden. Dabei hält die NLP-Forschung an ihrem traditionellen Bestreben fest, mit anderen Disziplinen, insbesondere der Psychotherapie, eng zusammenzuarbeiten.

Wissenswertes

Diese Webseite verwendet Cookies

Dazu zählen essenzielle Cookies, die für den Betrieb der Seite notwendig sind, sowie andere, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Diese Webseite verwendet Cookies

Dazu zählen essenzielle Cookies, die für den Betrieb der Seite notwendig sind, sowie andere, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Ihre Cookie-Einstellungen wurden gespeichert!