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Lesezeichen [ Info senden # QR-Code ] Di 30 Mai 2017 00:51:11


 Pressespiegel
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INTERVIEW  MIT  MAG.   PETER  SCHÜTZ

Wichtig ist die Ethik

MEETING befragte den NLP-Spezialisten Mag. Schütz über seine Arbeit, seine Ansichten über andere Trainer, über Manipulation, über Trainerausbildung.

MEETING: Was verstehen Sie unter Manipulation, wo sind die Grenzen, wie versuchen Sie dieses Thema auszuschließen?
Mag. Schütz: Ich pflege bei dieser Frage zurückzufragen, was ist der Unterschied zwischen weißer und schwarzer Magie. Und da kann ich nur antworten: die Farbe. Die Techniken sind die gleichen, es geht nur darum, ob es für den Menschen mit reinem Herzen angewandt wird oder ob man sich selber einen Vorteil dabei herausholen will. Techniken wie z.B. Trancetechnik, Fragestrukturen, PR, Ankern beim NLP sind immer gleich "als Überschrift", die Absicht dahinter ist unterschiedlich. Nehmen Sie z.B. die PR-Seite. Zwischen der Werbung für Licht ins Dunkel und der Werbung für die Reichskristallnacht liegen Welten, aber - PR ist beides. Es gibt ein paar Hinweise, keine Garantien, wie man in einem Training dafür sorgen kann, daß die man ausbildet, wenig Bedürfnis haben, auf Power-Trip zu gehen. Das eine ist die Qualität des Ausbilders.- Hat er seine eigene Ausbildung seriös beendet, seine Persönlichkeit im Kräftespiel mit mehreren anderen Ausbildern, die älter und erfahrener sind, überprüft und arbeitet er in einem Team mit ebenso qualifizierten Leuten, dann sind das schon recht gute Voraussetzungen für einen Trainer. Was hat der Ausbilder selbst notwendig, das heißt, welche Not ist bei ihm zu wenden? Welche Lebensphilosophie hat er? Das ist, zugegebenermaßen, schwer zu kontrollieren. Weiters ist ganz wichtig, daß der Trainer selbst Therapie gemacht hat. Auch ist für uns die Frage wichtig, ob er ein Studium erfolgreich abgeschlossen hat oder ob er ein verkrachter Student ist, der sich auf leichte Weise und ohne viel Anstrengung nach ein paar amerikanischen Schnellsiederkursen rasch viel Geld verdienen will.
Wichtig ist uns auch, wie geht er in Krisensituationen um, in die sein Klient kommen kann? Verliert er selbst die Nerven, ist er für den Hilfesuchenden wohl kein guter Partner. In unserem Institut wird vorausgesetzt, daß jeder eingetragener Psychotherapeut ist oder eine adäquate Ausbildung hat, denn nach dem derzeitigen Therapiegesetz hatte nicht jeder Therapeut die Möglichkeit, sich eintragen zu lassen. Den Gleichwertigkeitsstand kann man feststellen. Eine längere Ausbildung, wie z.B. an unserem Institut für den Trainer schützt davor, daß er mit einigen wenigen wilden Techniken und ein paar guten Sprüchen hinaus geht und zu manipulieren anfängt. Ein weiterer wichtiger Punkt für den Trainer ist, daß er die Leute gut supervidiert und dafür auch kompetent ist. Wir bitten unsere Ausbildungskandidaten, uns ein Videoband von einem ihrer Coachinggespräche mit Klienten zu geben und da kann man gut erkennen, wie einer außerhalb des geschützen Seminarbereiches arbeitet. Wenn jemand eine starke Neigung zu manipulieren hat, erkennt man das und dann kann man offen mit ihm darüber reden. Im schlimmsten Fall bekommt dann jemand von uns kein Zertifikat. Das ist aber nur der schlimmste Fall, wir gehen eigentlich davon aus, daß in der Persönlichkeit dieser Menschen noch ein innerer Teil Unterstützung und Orientierung braucht. Das sind alles einzelne Mosaiksteinchen, die aber dann doch, zusammengesetzt, ergeben, ob ein Trainer qualifiziert ist oder nicht.
MEETING: Wie sind die Kurse in Ihrem Institut aufgebaut?
Mag. Schütz: Unsere Kurse sind aufgegliedert in Selbsterfahrung, Methodik, Ethik. Nur Ethik ist etwas, worüber man nicht nur reden sollte, man muß es auch leben, das kann man vorzeigen und erklären, warum man wie arbeitet. Manche Leute holen sich billige Zertifikate irgendwo anders, bei uns kommen nur Leute bei der Trainerausbildung oder NLP-Anwenderausbildung durch, wo die Mehrheit der Ausbilder dahintersteht und bekräftigt, daß dies ein loyaler Mensch mit Grundwerten ist, dem man vertrauen kann und diese hochwirksamen Werkzeuge in die Hand geben kann. Wir stehen da etwas einsam da. Denn rundherum blühen jetzt Zentren auf, wo diese Standards nicht vorhanden sind, auch wenn es behauptet wird. Bei dem Wort Manipulation ist auch zu beachten, welches Klientel angesprochen wird. Ein Verkäufer steht zur Manipulation anders als ein Personalist. Das kann zu einem sehr fruchtbaren Dialog führen. In unseren Kursen haben wir Leute sitzen, die nur zu einem geringen Teil psychologisch tätig werden wollen. Die anderen wollen einfach nur NLP lernen z.B. für den Wirtschaftsbereich. Es ist wichtig, den Hörern klar zu machen, was es heißt, den anderen bei Problemen hinüberzuhelfen und hier hat sicher nur das Langfristige seinen Sinn, niemals die kurzen und schnell erlernten Dinge.
Als eines der wenigen Institute in Österreich haben wir Auswahlseminare. Leute, die nur auf ihren Cash-Vorteil aus sind und aus diesem Grund NLP lernen wollen, werden bei uns nicht genommen. Die gehen woanders hin, wo weniger ethische Kreise sind. Wir wollen den Leuten gerne klarmachen, daß jede Art psychologischer Arbeit, nicht nur NLP, eine Balance ist zwischen Beziehung und Technik.
MEETING: Danke für das Gespräch.


Quelle: meeting, Februar '95, S. 17.


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Der Inhalt dieser Seite wurde am 26.05.2016 um 09.46 Uhr aktualisiert.
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